Tipps für Musher


 Zuerst Tips zur Sicherheit

 Eure Teams müssen Strassen überqueren können, ohne auf diese abzubiegen.Viele Strassenüberquerungen sind nur bis 6 Hunde sicher einsehbar. Mit größeren Gespannen sollte man gefährliche Straßenüberquerungen vermeiden oder genau wissen, aus welcher Richtung kommend man die Strassen einsehen  kann.

Unfälle mit Gespannen sind bereits vorgekommen.

Der Auto / Skoterverkehr ist in den letzten Jahren sehr schnell geworden. Deshalb ist es sinnvoll unsere Leithunde zur besseren Sichtbarkeit in den Tälern Warnwesten tragen zu lassen.

Diese sind im Touristenbüro zu leihen.

 

Was müssen unsere Hunde können

Es ist ein Muss nur mit sicheren Hundeteams auf die Trails zu gehen.

Unsere  Gespanne müssen an  kleinen Kindern auf Ski, Babys in Pulkas, freilaufenden Hunden vorbei laufen können ohne rüberzugehen. 

Eine Begegnung mit anderen Gespannen ist hier die Regel.

Head on Passing und Überholen sind Grundbedingungen des Mushens.

 

 Wichtig für Musher

Viele Skoterfahrer haben wenig Erfahrung im Umgang mit Huskys.

Immer weniger Hundegespanne hatten in Deuschland Schneepraxis.

Es werden Gewerbemäßige Skotertouren und Schlittenhundefahrten

angeboten. Das bedeutet in beiden Fällen Fahranfänger.

Kommt deshalb nur mit sicheren Hunden.


Aus eigener Erfahrung :

  Leider bei mir zwei auf Dauer geschädigte Hunde.

Einer durch Bissverletzung durch anderes Hundeteam.

Einer durch Zusammenstoß mit einer zu  schnell fahrender Skootergruppe.

Es trifft immer die Leithunde, nun sind  bis an Ihr Ende Leidhunde.


Trails und Wetter

Die Trails in den Tälern werden meist breit und zuverlässig gespurt.

Außerhalb der Täler finden wir die unterschiedlichsten Bedingungen vor. Früher bedeutete eine Skooterspur für ein Hundeteam gute Bedingungen, um auf ihr zu laufen.

Heute mit den "Funskotern" bedeutet es meist harte Tiefschneearbeit für die Hunde.

Auch werden die Wintertrails weiter ins Fjäll immer weniger von Schneemobilen befahren,

dies gilt es bei der Tourenplanung zu beachten.

Wetterwechsel kommen im Kahlfjäll meist sehr schnell .

Isomatte, Extrembiwaksack und Schneeschaufel

sind bei längeren Touren sicherlich kein unnötiger Ballast,

denn nicht alle Teams laufen sicher im Schneesturm.

 

 

Der Klimawandel hat auch hier große Auswirkungen auf das Wetter und die Trailverhältnisse.

Offene Flüsse, verspätet zugefrorene Seen, Regen im Februar, getaute Täler im März, spiegelglatte Seen, Temperaturschwankungen

von 20 Grad an Tag, Stürme und vereiste Trails nach Tauwetterperioden sind leider keine Seltenheit mehr.

Dieses bedeutet die Gespanngröße den Bedingungen anzupassen - manchmal sind schon vier Hunde genug.

Auch ist die Belastung der Sprung / Karpalgelenke der Hunde und deren Pfoten durch Schnitte und Cuts

durch diese Trailverschlechterung nicht zu unterschätzen.

Gutes Mushen ! 

Ingo - Guide von Helags Husky